Nachwahl der JRK-Bundesleitung 2026
Bis zum 31. Dezember 2025 konnten Wahlvorschläge für das Amt der JRK-Bundesleiterin bzw. des JRK-Bundesleiters gemeldet werden.
Der JRK-Bundesverband ist das Dach für etwa 160.000 Kinder und Jugendliche, die sich bundesweit im Zeichen der Menschlichkeit an ganz unterschiedlichen Stellen engagieren: In Gruppenstunden, bei Sanitätsdiensten, in der Wasser- und Bergwacht, in Schulen, bei Ferienfreizeiten oder humanitären Projekten. Gemeinsam mit den 19 JRK-Landesverbänden entwickeln wir Ideen für bundesweite Kampagnen und Aktionen und setzen diese um.
Zusätzlich wirken wir auch in unserem Mutterverband, dem DRK, mit und bringen die Stimme der jungen Menschen in verbandsweite Entscheidungen ein und gestalten so das große Rote Kreuz ganz entscheidend mit. Und auf dem internationalen Parkett bewegen wir uns auch, knüpfen Freundschaften mit anderen Mitgliedern der Rotkreuz-Rothalbmond-Bewegung auf der ganzen Welt und füllen die größte internationale humanitäre Bewegung mit Leben. Langweilig ist ein Engagement in der JRK-Bundesleitung also ganz bestimmt nicht, versprochen!
Kandidatur für die Nachwahl der JRK-Bundesleitung 2026 - Steckbrief Kirk Thieme
"Mein Ziel ist es, das JRK als einen bunten und authentischen Ort zu stärken, an dem jeder genauso sein kann, wie er ist, durch echte Mitbestimmung über sich hinauswächst und wir gemeinsam zeigen, wie wirkungsvoll gelebte Menschlichkeit heute ist."
Kandidatur für das Amt: JRK-Bundesleiter
Landesverband: Bayerisches Rotes Kreuz / Bayerisches Jugendrotkreuz
Alter: 34
Bisheriger Werdegang im Roten Kreuz:
- Schulsanitäter
- Verantwortlicher für SSD-Ausbildungen im JRK Nürnberg-Stadt (seit 2010)
- Kreisausschuss Mitglied im JRK Nürnberg-Stadt (seit 2012)
- Mitglied der Kreisleitung im JRK Nürnberg-Stadt (seit 2017)
- Leiter AG Wettbewerbe (2015 - 2017)
- Mitglied im Bezirksausschuss (2017- 2021)
- Vorsitzender des Bayerischen Jugendrotkreuz (2021 - 2025) - Seit 2017: Delegierte zur Landesversammlung des Bayerischen Jugendrotkreuzes
- Seit 2013: (Ersatz-) Delegierter JRK-Bundeskonferenz
Erzähl' etwas über dich...
Damit ihr wisst, mit wem ihr es hier eigentlich zu tun habt, kommen hier noch ein paar „Hard Facts“ und Einblicke in mein Leben abseits der JRK-Gremien:
Beruflich: Ich leite das Team für Datenmanagement im Bereich Marketing & Sales bei einem großen Medizintechnik-Unternehmen. Nach meinem Medizintechnik-Studium liegt mein Fokus heute darauf, Datenflüsse strategisch zu steuern und Strukturen zu schaffen, die einen echten Mehrwert bieten. Analytisches Denken und eine strukturierte Arbeitsweise sind daher fester Bestandteil meines Alltags.
RK-DNA: Im Roten Kreuz bin ich groß geworden. Seit über 15 Jahren bin ich in verschiedensten Positionen aktiv – von der Zeltlager-Gruppenleitung bis hin zu Leitungsaufgaben auf Landesebene. Auch wenn ich heute für ein Amt auf Bundesebene kandidiere, ist das Rote Kreuz für mich weit mehr als eine bloße Aufgabe: Es ist meine Leidenschaft und das Engagement, das mich als Person maßgeblich geprägt hat. Ich bin stolz darauf, dass dieser Verband mein „Hobby“ ist.
Abenteuerlust & Neugierde: Ich liebe es, mich auf neue Abenteuer einzulassen! Es gibt eigentlich kaum eine Aktivität, die ich nicht gerne ausprobieren möchte. Ich bin immer offen für Neues und freue mich über jede Chance, meinen Horizont zu erweitern – egal ob sportlich, kulturell oder in der Zusammenarbeit mit anderen.
Aktiv unterwegs: Ich schwimme leidenschaftlich gerne. Dabei plansche ich nicht nur rum, sondern bin auch in einem Sportverein, um meine Technik zu verbessern. Neuerdings habe ich auch das Radfahren für mich entdeckt und plane aktuell meine erste richtige Bikepacking-Tour – drückt mir die Daumen, dass ich alles auf dem Gepäckträger unterkriege!
Über den Tellerrand: Ich reise total gerne – egal ob durch Deutschland oder in ferne Länder. Mein Highlight dabei: In fremde Kulturen eintauchen und das am liebsten über das lokale Essen. Sozusagen ein echter Blick über den Tellerrand!
Guilty Pleasure: Ich bin ein absoluter Themenpark-Fan! Ob Europa-Park, Disneyland oder Universal Studios – ich liebe es, in diese gestalteten Welten einzutauchen und mir beim Achterbahnfahren den Adrenalinkick zu holen. Und ja, ich gebe es zu: Ich bin auch ein Fan von gepflegten Binge-Watching-Abenden.
Fun Fact: Ich ziehe Dinge gerne konsequent durch – das gilt auch für meine Hobbys. Ich habe tatsächlich alle 12 Disney-Parks weltweit mindestens einmal besucht!
Beantworte uns diese Fragen...
Was fasziniert Dich an unserem Jugendverband?
Warum bist Du Teil des Jugendrotkreuzes?
Was findest Du hier besonders und wie muss es sich in den nächsten Jahren ausrichten, damit das JRK auch weiterhin attraktiv für junge Menschen bleibt?
100 Jahre JRK – das bedeutet für mich ein Jahrhundert voller gelebter Solidarität. Was mich am meisten fasziniert, ist, dass wir trotz dieser langen Tradition kein bisschen „verstaubt“ sind. Das JRK hat mir schon früh beigebracht, dass es im Kern um etwas ganz Einfaches, aber Mächtiges geht: Füreinander da zu sein. Es ist diese einzigartige Mischung aus den 7 Grundsätzen, die uns als Wegweiser dienen, und der Energie von jungen Menschen, die heute die Welt verändern wollen. Dass wir es schaffen, seit 100 Jahren ein Ort der Selbstentfaltung zu sein, an dem man nicht nur Erste Hilfe lernt, sondern auch, was echte Gemeinschaft bedeutet – das ist für mich pure Faszination.
Ich bin dabei, weil ich im JRK etwas gefunden habe, das heute nicht selbstverständlich ist: bedingungslose Akzeptanz. Ich wurde direkt in diese riesige Bewegung aufgenommen – ganz ohne Vorbehalte oder Vorurteile. Das JRK ist ein Ort für wirklich jeden, egal ob man über die Erste Hilfe zu uns findet oder einfach Lust auf coole Gruppenstunden hat. Diese Niederschwelligkeit und die Chance, sich selbst auszuprobieren, machen uns besonders.
Besonders spüre ich das jedes Mal im Sommer: Seit Beginn meines Engagements fahre ich regelmäßig als Gruppenleiter auf Zeltlager. Es gibt für mich kaum etwas Schöneres, als wenn die Kinder und Jugendlichen am Ende der Zeit entweder mit einem riesigen Lächeln nach Hause fahren – oder sogar weinend, weil sie am liebsten gar nicht mehr wegwollen. Das zeigt mir immer wieder: Junge Menschen brauchen diese außerschulische Zeit, diesen geschützten Raum mit einer starken Gemeinschaft und klaren Werten. Wir bieten ihnen einen Ort, der einfach gut für die Seele ist.
Damit wir auch in Zukunft die erste Wahl für junge Menschen bleiben, müssen wir zwei Dinge tun:
Echte Mitbestimmung leben: Wir müssen jungen Menschen nicht nur Richtung und Struktur geben, sondern ihnen echte Hebel der Mitbestimmung in die Hand drücken. Wir sind kein „Anhang“ des Roten Kreuzes, sondern die Gestalter von heute und morgen.
Klare Kante zeigen: Wir müssen noch deutlicher zeigen, dass wir ein bunter, sicherer Ort für alle sind. Wir leben demokratische Grundwerte und positionieren uns klar gegen menschenverachtende Positionen.
Warum möchtest Du Dich gerade auf Bundesebene engagieren?
Ich möchte mich auf Bundesebene einsetzen, weil ich Lust habe, die aktuellen Herausforderungen, vor denen wir stehen, gemeinsam mit euch aktiv anzugehen. Durch meine über 10-jährige Zeit in der Bundeskonferenz und meine Arbeit als Vorsitzender des Bayerischen Jugendrotkreuzes kenne ich unseren Verband, und leider auch die aktuellen Herausforderungen, inzwischen sehr gut. Dabei habe ich vor allem eines gelernt: Es geht nur im Team. Ich fühle mich durch die vielen tollen Mitstreiter*innen und die konstruktiven Diskussionen der letzten Jahre sehr gestärkt und möchte diese Erfahrungen nun gerne weitergeben.
Für mich ist die Bundesebene der Ort, an dem wir die passenden Rahmenbedingungen schaffen, damit die wichtige Arbeit bei euch vor Ort so richtig glänzen kann. Ich arbeite unheimlich gerne gemeinsam mit anderen an kreativen und auch mal progressiven Ideen, um uns mutig weiterzuentwickeln.
Ein Thema, das mir dabei besonders am Herzen liegt, ist die Nachwuchsgewinnung auf allen Ebenen. Wir müssen gemeinsam Wege finden, wie wir noch mehr junge Menschen für unsere Idee begeistern und sie so begleiten können, dass sie langfristig Lust haben, unser Jugendrotkreuz und das Rote Kreuz mitzugestalten.
Mein Ziel ist es dabei, das JRK als einen bunten und authentischen Ort zu stärken, an dem jede*r genauso sein kann, wie er*sie ist, durch echte Mitbestimmung über sich hinauswächst und wir gemeinsam zeigen, wie wertvoll gelebte Menschlichkeit gerade heute ist. Letztlich mache ich das für unsere über 160.000 Kinder und Jugendlichen deutschlandweit – um für sie einen echten Safe Space zu schaffen, in dem sie sich sicher und gut aufgehoben fühlen.