Internationale JRK-Botschafterinnen

Sabrina und Kerstin vertreten das Deutsche Jugendrotkreuz auf internationaler Ebene. Hier stellen sie sich vor.

v. li. n. re.: Sabrina Konzok (Internat. Botschafterin), Alexandra Hepp (Bildungsreferentin), Kerstin Wojciechowski (Internat. Botschafterin), Mathias Rimane (stellv. JRK-Bundesleiter)

Seit September 2013 vertreten Kerstin Wojciechowski und Sabrina Konzok als Internationale JRK-Botschafterinnen das Deutsche Jugendrotkreuz bei internationalen Konferenzen und Tagungen junger Menschen aus anderen Rotkreuz-Gesellschaften.

Ihr Auftrag als Botschafter ist es, Sichtweisen des Deutschen JRK in das internationale Jugendnetzwerk einzubringen und umgekehrt internationale Positionen in das JRK zu spiegeln.  

Die internationalen JRK-Botschafter arbeiten eng mit der JRK- Bundesleitung und der JRK-Bundesgeschäftsstelle zusammen.

 

 





Die Internationalen JRK-Botschafterinnen stellen sich vor:

Sabrina Konzok


Geboren: 1991

Wohnort: Amsterdam

Derzeitige Tätigkeit: Master Studium Conflict Resolution and Governance

In diesem Rahmen schreibe ich gerade meine Masterarbeit über das Rote Kreuz und die Entwicklungen innerhalb der Organisation im Rahmen der aktuellen Flüchtlingsbewegungen.


Seit wann bist Du im Jugendrotkreuz aktiv?

Dieses Jahr jährt sich meine JRK-Mitgliedschaft zum 10. Mal. Nachdem ich auf Orts- und Kreisverbandsebene in Rastatt aktiv war, wurde ich 2011 JRK-Landesleiterin im Badischen. Hauptsächlich konzentriere ich mich in dieser Rolle auf die Kommunikation mit der Bundesebene, die Qualifizierung von Führungskräften und die Verbandsentwicklung. Für die internationale Ebene engagiere ich mich schon seit 2010, als ich für ein Jahr mit dem Ugandischen Roten Kreuz gearbeitet habe.

Seit 2013 bin ich nun Internationale Botschafterin, was mich auch noch zu einer weiteren Position gebracht hat: Seit 2014 bin ich gewähltes Mitglied im European Youth Coordination Committee und vertrete Kinder und Jugendliche in der Europäischen Region, also aus insgesamt 53 Ländern.

 
Was willst du als Internationale Botschafterin bewegen?

Am wichtigsten ist, dass sich jeder JRKler als Teil der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung wahrnimmt. Wir sind so viel mehr als nur eine weitere humanitäre Organisation. Das zu verstehen und zu erleben ist eine einmalige Erfahrung.


Welche Ziele hast Du für die nächsten zwei Jahre?

Das wichtigste Ziel sollte es sein, die "Youth Engagement Strategy" der Föderation mit in unsere JRK-Arbeit zu integrieren und das auch in anderen Nationalgesellschaften zu fördern. Die Befähigung von Kindern und Jugendlichen, ihre Interessen und Anliegen in unserer Organisation vertreten zu können - das sollte immer oberste Priorität haben.


Meine schönste internationale Erfahrung:

Das Jugendtreffen der Nationalgesellschaften aus dem Balkan in Sofia, Bulgarien, zu Beginn des Jahres 2016. Delegierte aus sieben Nationalgesellschaften hatten sich versammelt, um über die aktuelle Herausforderung der Migration in Europa zu diskutieren. Der gegenseitige Austausch zusammen mit Workshops von Mitarbeitern des IFRC war ein gutes Beispiel dafür, wie die Youth Engagement Strategy in einem Themenbereich umgesetzt werden kann.


Falls Ihr Fragen an mich habt, bin ich für Euch erreichbar unter der E-Mail-Adresse:
sabrinakonzok@jrk-baden.de



Erfahre mehr in Sabrinas Blog-Einträgen:

Über Jugendpolitik in der EU

Über Globale Jugendkonsultation

189 Länder - eine Idee

Bienvenue in Sydney

Youth on the move in Wien

Kerstin Wojciechowski

Geboren: 1992

Wohnort: Fulda

Derzeitige Tätigkeit: Ich studiere Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt Internationale Beziehungen


Seit wann bist Du im Jugendrotkreuz aktiv?

Ich bin seit etwas über zehn Jahren Mitglied im JRK und habe seitdem viele tolle Erfahrungen machen können. Besonders Spaß gemacht haben mir in den ersten Jahren die Notfalldarstellung und die Mithilfe bei Erste Hilfe Ausbildungen.

2009 hat die Teilnahme an einem internationalen Erste Hilfe Camp in Finnland meinen Weg im JRK komplett verändert. Ich habe dort erst verstanden, wie groß und wie wichtig das Jugendrotkreuz als Teil der weltumfassenden Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung ist und dass deshalb das Thema 'Internationales' einen viel größeren Stellenwert im Verband haben sollte. Daraufhin habe ich mich der Kompetenzgruppe 'Internationales' im LV Baden-Württemberg angeschlossen und dort internationale Begegnungen mit dem Armenischen JRK mitgeplant.

Durch diese Begegnungen und zwei einjährigen Freiwilligendiensten beim Britischen Roten Kreuz und dem Ugandischen Roten Kreuz habe ich viele unvergessliche Momente erlebt und konnte nebenbei die JRK-Arbeit in anderen Ländern kennenlernen.

Seit 2013 bin ich Internationale JRK-Botschafterin und konnte das Jugendrotkreuz und unsere Klimakampagne auf verschiedenen Konferenzen und Camps, u. a. auf der "UN World Conference for Disaster Risk Reduction" in Japan 2015, vorstellen.


Was willst Du als Internationale Botschafterin bewegen?

Ich möchte gerne noch mehr junge Menschen zum internationalen und interkulturellen Austausch motivieren. Die internationale Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung zeichnet sich für mich vor allem dadurch aus, dass wir eine große Familie sind - mit Menschen, die sich trotz aller Unterschiede gemeinsam ehrenamtlich nach den gleichen sieben Grundsätzen für mehr Menschlichkeit weltweit einsetzen.

Welche Ziele hast Du für die nächsten zwei Jahre?
Mein Ziel ist u. a. die Umsetzung eines Sensibilisierungtrainings für JRK-Führungskräfte. Jugendrotkreuzler*innen aus unterschiedlichen Ländern haben ein solches Sensibilisierungstraining (genannt YABC - Youth as Actors of Behavioral Change) für die sieben Grundsätze und weitere Themen wie Empathie, Streitschlichtung, gewaltfreie Kommunikation und Anti-Diskriminierung entwickelt. 2015 konnte ich an einem solchen Training in Österreich teilnehmen und würde es gerne bei uns als Fortbildungsmaßnahme umsetzen.


Meine schönste internationale Erfahrung?

Mein Weltwärts Freiwilligendienst beim Ugandischen Roten Kreuz war eine wunderbare Erfahrung. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht mit den ugandischen Freiwilligen zusammen verschiedene Trainings in Schulen, mit Frauengruppen und in ländlichen Gegenden durchzuführen. Es gab so viel für mich zu lernen! Hättet ihr gewusst, wie man Erste Hilfe auch ganz ohne Verbandskasten leistet? Oder wie man einen Schlangenbiss versorgt?

Falls Ihr Fragen an mich habt, bin ich für Euch erreichbar unter der E-Mail-Adresse: kerstinwoki@gmail.com



Erfahre mehr in Kerstins Blog-Beiträgen:

Über das 22. EYCM in Montenegro 2016

Über das Training "youth as agents of behavioural change"

Über den Workshop "youth are ready unisdr youth workshop"

Über das freiwillige Jahr beim Ugandischen Roten Kreuz

JRK vor Ort

Das Jugendrotkreuz gibt es auch in Deiner Nähe.

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