Die Bundesleitung blickt zurück: Uli Bertrams

Im September 2017 endet die Amtsperiode der aktuellen JRK-Bundesleitung. Damit sich Interessenten für dieses Amt ein genaueres Bild machen können, hat die Findungskommission Marcus, Mandy, Thomas, Mathias und Uli gebeten, einen kleinen Einblick in ihre Arbeit der letzten nun beinahe vier Jahre zu gewähren. Ab jetzt im Abstand von etwa zwei Wochen berichten Eure Buleis und den Anfang macht Uli Bertrams.

Kaum zu glauben, daß die Wahl zur stellvertretenden Bundesleiterin nun schon fast vier Jahre zurückliegt. Die Zeit ist wie im Fluge vergangen und es hat sich trotzdem so viel getan. Obwohl ich bereits auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene tätig gewesen war, war ein Amt auf Bundesebene schon eine besondere Herausforderung. Wenn ich ehrlich bin, war es anfangs auch nicht sehr einfach für mich, in meine Themen reinzukommen. Das erste Jahr habe ich mich immer wieder etwas verloren gefühlt. Ich wußte nicht, wo ich was wie anpacken sollte und war häufiger ratlos. Ich hatte sehr oft das Gefühl, viele Stunden durch Deutschland zu reisen, die für mich nicht sehr sinnstiftend waren. Glücklicherweise konnte ich mit meinen Kollegen in der Bundesleitung darüber sprechen, die sehr viel Verständnis für mich hatten und mir viel Unterstützung gaben. Durch Zufall ergab es sich, daß ich ein paar inhaltliche Themen tauschen konnte, die mich auch sehr interessierten. Gleichzeitig bekam ich damit AGs an die Hand, mit denen ich gemeinsam an Zielen arbeiten konnte. Ich bin eben doch mehr ein Teamplayer und weniger ein Einzelkämpfer. Ab dem Moment hatte ich eine Richtung und einen Halt und somit kann ich sagen, daß danach wirklich alles sicherlich manchmal anstrengend, aber immer lustig und ergiebig war.

Die Frage, die mir in den letzten Jahren am häufigsten gestellt wurde, war die nach dem Zeitaufwand. Rückblickend würde ich nicht sagen, daß ich meine Aufgaben in der Bundesleitung zeitintensiver waren als z.B. auf Kreisebene. Natürlich ist man viel in Deutschland unterwegs – einmal war ich eineinhalb Monate kein Wochenende zu Hause und das war dann schon etwas kräftezehrend. Aber auch in anderen Ämtern war ich viel unterwegs, auch unter der Woche. Die Strecken waren eben andere. Viel Organisatorisches lief per Mail und in Telefon- oder Skypekonferenzen ab. Ich gebe zu, am Anfang fielen mir die Telkos etwas schwer, aber man lernt recht schnell, gesittet mit fünf anderen zu telefonieren.

Ich kann gar nicht so genau sagen, was der Höhepunkt der Amtszeit war. Ich habe so viel erleben dürfen, so viel gesehen und mitmachen dürfen. Sicherlich war die Begleitung des Buntstifter-Projekts eine wirklich großartige Sache, in die ich viel Energie stecken durfte, aus der ich aber auch gleichzeitig sehr viel gewonnen habe. Der Buntstifter-Kongress, die Aktionstage und die AG-Sitzungen mit der AG Vielfalt waren lehrreiche, bewegende und einfach nur schöne Momente. Und natürlich war die Änderungen der JRK-Leitsätze das Finale eines tollen Projektes, auf das ich sehr stolz bin, dabei gewesen zu sein.

Wenn ich aber so darüber nachdenke, sind mein persönliches Highlights die Menschen, die ich kennen gelernt habe und von denen ich jetzt viele meine Freunde nennen darf. Ich habe mich immer auf die Präsenzsitzungen der Bundesleitung und viele meiner AG-Sitzungen und Aktionen wie auch die Bundeswettbewerbe gefreut. 

Wenn ich meiner Nachfolge den einen oder anderen Rat geben darf, dann sind das folgende:

Laß Dir Zeit, Dein Amt und Deine Aufgaben kennenzulernen. Genieß das Rumreisen und schau Dir das wunderschöne Land an, in dem Du wohnst. Hab Mut zur Lücke, Du kannst nicht alles wissen und können. Vertrau Deinen Bundesleiterkollegen, die sind für Dich da und helfen Dir weiter, wenn Du mal stockst. Freu Dich auf mindestens vier Jahre, in denen Du vielleicht etwas bewegen kannst, in denen Du aber auf jeden Fall Menschen, Projekte und Dinge kennenlernst, die Dich bewegen werden.

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