Bundeskonferenz 2014: Neue Strategie des JRK

Über 80 Mitglieder des Jugendrotkreuzes aus ganz Deutschland diskutierten und beschlossen am 6. und 7. September 2014 die Ziele und Aufgaben des Jugendverbandes für die nächsten fünf Jahre.

Ines Große (JRK-Bundesreferentin), Uli Bertrams (stv. JRK-Bundesleiterin), Marcus Janßen (JRK-Bundesleiter), Thomas Grochtdreis (stv. JRK-Bundesleiter), Mathias Rimane (stv. JRK-Bundesleiter), Werner Kuhn (Präsident des DRK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern)

Die Delegierten des Deutschen Jugendrotkreuzes kamen aus 18 Landesverbänden des Deutschen Roten Kreuzes angereist, um sich dieses Jahr in Rostock-Warnemünde zur 9. Bundeskonferenz zu treffen – dem höchsten Entscheidungsgremium für grundlegende und strategische Fragen des Jugendverbandes.

Erstmals führten die fünf im vergangenen Jahr gewählten Mitglieder der Bundesleitung durch die Bundeskonferenz.

Aus ihren Gemeinschaften berichteten zudem die Vertreter/-innen aus der Wasserwacht, Andreas Lehning, der Bergwacht, Hans Peter Horna, den Bereitschaften, Esther Fienhold, und die Vertreterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit, Karen Marcus. 

Auf der Agenda standen u. a. ein Ausblick auf die Klimahelfer-Kampagne, der Bericht der Internationalen JRK-Botschafter, ein Änderungsantrag zur einheitlichen JRK-Bekleidung und eine „Selbstverpflichtung zur Veränderung der JRK-Bundeskonferenz“.

Stellten den Bereich Internationales vor: Magnus Schwaarzensteiner, Sabrina Konzok, Mathias Rimane
Stellten den Bereich Internationales vor: Magnis Schwaarzensteiner, Sabrina Konzok, Mathias Rimane

"Für die Idee des Roten Kreuzes begeistern"

Im Zentrum der Tagung stand die strategische Ausrichtung des Jugendrotkreuzes für die nächsten fünf Jahre auf der Grundlage der 2013 beschlossenen Vision. Darin positioniert sich das Jugendrotkreuz als starke, dynamische und zukunftsorientierte Gemeinschaft der jungen Menschen im DRK. 

Begrüßt wurden die Delegierten bei strahlendem Strandwetter von Birgit Hesse, Ministerin für Arbeit, Gleichstellung und Soziales in Mecklenburg-Vorpommern, Werner Kuhn, Präsident des DRK-Landesverbandes Mecklenburg-Vorpommern und Wielfried Kelch, Kreisgeschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Rostock.

Werner Kuhn betonte die Relevanz der jungen Generation für die weitere Spitzenstellung des DRK als humanitäre Hilfsorganisation: „Gerade im Bereich des Zivil- und Katastrophenschutzes gibt es viel zu tun, um junge Menschen für die Idee des Roten Kreuzes, allein nach dem Maß der Not zu helfen, zu begeistern“, sagte der Präsident des Landesverbandes.

Sozialministerin Birgit Hesse, Mecklenburg-Vorpommern, begrüßte die JRK-Delegierten

"Es braucht Menschen, die helfen wollen"

Die Sozialministerin Birgit Hesse versicherte, in ihrem Ministerium nicht nur das Ehrenamt, sondern auch das begleitende Hauptamt im sozialen Bereich verstärkt zu fördern. Sie lobte die ehrenamtlich Aktiven, die sich für Menschenrechte, Chancengleichheit, Fairness und Vielfalt einsetzen: „In einer Welt, die angesichts der vielen gegenwärtigen Konflikte in die Krise geraten ist, braucht es um so mehr Menschen, die nicht nur zuschauen, die nicht wegschauen, sondern helfen wollen und sich für friedliche Bewegungen in der Gesellschaft engagieren.“

JRK-Bundesleiter Marcus Janßen dankte der Ministerin, dass sie die Bedeutung hauptamtlicher Unterstützung in Jugendverbänden angesprochen hatte und er ergänzte, dass dafür nicht nur Mittel zur Projektförderung, sondern auch zur Bildung von Strukturen notwendig seien.  

Zur Meldung des Sozialministeriums


Der letzte Schliff in den Workshops

Auf welche Bereiche das Jugendrotkreuz sein Engagement in den kommenden fünf Jahren fokussieren will – das diskutierten die JRK-Delegierten anschließend in themenbezogenen Workshops.

In Kleingruppen formulierten sie je ein Hauptziel und zwei bis vier Handlungsziele zu folgenden Aufgabenfeldern: Leitungskräfte stärken, Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Bildungsarbeit, Kulturelle Vielfalt und Inklusion, Internationales, Gemeinschafts- und bereichsübergreifende Zusammenarbeit, JRK vor Ort.

Die JRK-Mitglieder stimmten über die zukünftige strategische Ausrichtung des Jugendrotkreuzes ab
Die JRK-Mitglieder stimmten über die zukünftige strategische Ausrichtung des Jugendrotkreuzes ab

Vorangegangen war eine Analyse der Themen auf allen Verbandsebenen. „Eineinhalb Jahre haben wir viele Stimmen eingeholt, Erkenntnisse geprüft und Zielvorschläge gemeinsam mit den Landesverbänden formuliert. In den Workshops wollen wir nun den Zielen den letzten Schliff geben, endgültige Formulierungen erarbeiten und beschließen“, so JRK-Bundesleiter Marcus Janßen zum Strategieprozess.

Fünfjahresplan für einen starken Jugendverband

Am Sonntag stimmten die Delegierten über ihren Fünfjahresplan ab: Beispielsweise einigten sie sich darauf, Leitungskräfte mit „konkreten Unterstützungs- und erforderlichen Qualifizierungsangeboten“ zu stärken. Kinder und Jugendliche sollen beteiligt werden, indem sie Möglichkeiten der Mitbestimmung aktiv nutzen. Und zum Thema „Kulturelle Vielfalt und Inklusion“ soll jeder/r einen „barrierefreien Zugang zu allen Angeboten, Gremien, Veranstaltungen, Ämtern im Jugendrotkreuz“ erhalten.

Mehr dazu im Papier zur strategischen Planung

Die neuen Handlungsziele des Jugendrotkreuzes bilden die Basis für konkrete Projekte und Aktionen, die Bundesverband, Landesverbände, Kreisverbände und Ortsvereine nun jeweils in eigener Regie entwickeln.

Marcus Janßen zeigte sich am Ende eines fordernden Tagungsmarathons mit den Ergebnissen „zufrieden und glücklich“. Insgesamt zeige das beschlossene strategische Papier ein sehr gutes Bild dessen, was das Jugendrotkreuz brauche, um fit in die Zukunft zu starten.

Gabriele Debatin

 

Film ab: Impressionen und Statements zu den Workshops

 

 

Weitere Ergebnisse der Bundeskonferenz

Einen Bericht zum Rück- und  Ausblick auf zweieinhalb Jahre Klimahelfer-Kampagne liest Du hier

Eine Änderung der einheitlichen Regelung zur JRK-Bekleidung bezieht sich auf das Tragen einer JRK-Jacke: Anstelle der Jacke „DRK 2012“ sind auch Jacken zulässig, die in den Landesverbänden als „identitätsstiftend und flächendeckend etabliert sind“.

Buko-Check: Vorschläge zur Veränderung der JRK-Bundeskonferenz:
Darin verpflichten sich alle Beteiligten, bestimmte Kriterien bezüglich Organisation, Methoden und Ablauf der Bundeskonferenz einzuhalten.

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