Der erste Schluck Wasser

CREATE A PLACE: Beim 26. JRK-Bundeswettbewerb wurde in Dillingen/Saar der erste Trinkbrunnen eingeweiht.

Einweihung des Trinkbrunnens: DRK-Vorstand Bernd Schmitz, JRK-Bundesleiter Marcus Janßen, Präsident des DRK-Landesverbandes Saarland Michael Burkert, saarländische JRK-Landesleiterin Sandra Schatzmann, Sven Driessen von jointhepipe, Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer, Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg (v. li. n. re.)

Mit dem Zugang zu sauberem Wasser an öffentlichen Plätzen wirkt das Jugendrotkreuz den schädlichen Auswirkungen des Klimawandels entgegen.

Mit der Aktion CREATE A PLACE pflanzten Mitglieder des Jugendrotkreuzes dieses Jahr bereits rund 300 Bäume als Schattenspender bei hohen Temperaturen.

Der einfache Zugang zu Trinkwasser gleicht problemlos Flüssigkeits- und Mineralstoffmangel bei heißen und trockenen Sommern aus, die vermehrt durch die Auswirkungen des Klimawandels auftreten.

Der erste Schluck Wasser
Schon im März hatte das Saarländische JRK als Auftakt zu CREATE A PLACE den ersten Baum als Schattenspender gepflanzt. Nun weihte es auf dem Gelände der Odilienschule in Dillingen den Bau des ersten Trinkwasser-Spenders ein - gemeinsam mit Umwelt-Staatssekretär Roland Krämer, Dillingens Bürgermeister Franz-Josef Berg, DRK-Vorstand Bernd Schmitz und dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Saarland, Michael Burkert.

Die saarländische JRK-Landesleiterein Sandra Schatzmann begrüßte die Gäste und dankte besonders den Dillinger Stadtwerken und Sven Driessen, Projekt Manager von Jointhepipe, für die Unterstützung bei der Realisierung des Trinkbrunnen-Baus.

Jointhepipe ist eine Non-Profit-Organisation (www.jointhepipe.org), die sich weltweit für den freien Zugang zu Trinkwasser für jeden einsetzt. Es ist die erste community der „Leitungswasser-Trinker“, der „Traum eine hohe Qualität von Leitungswasser überall, wo Menschen sich aufhalten, zu verwirklichen“, wie Sven Driessen erklärt. Gleichzeitig würden so der Konsum von Süßgetränken und die Ansammlung von Plastikflaschen zurückgehen.

Der Brunnen spendet Trinkwasser für die Schüler der Odilienschule in Dillingen

Mit dem Erlös aus der Installation eines jeden Trinkbrunnens wird ein Trinkbrunnen in Afrika gebaut. Der Partner-Brunnen für Dillingen soll auf einem Schulgelände in Kenia gebaut werden.

Für Menschen in Entwicklungsländern hat der Klimawandel fatale Konsequenzen: er ist Mitverursacher von Naturkatastrophen wie Dürre und Fluten, die den Betroffenen schnell die gesamte Lebensgrundlage entziehen.

Ohne sauberes Wasser ist jede Katastrophen-Hilfe umsonst. Wenn Menschen nach einer Katastrophe keinen Zugang zu sauberem Wasser haben und keine hygienischen Lebensbedingungen möglich sind, droht der Ausbruch von Krankheiten.

Das Deutsche Rote Kreuz verfügt über „TWS-Einheiten“ – das sind mobile Nothilfe-Einheiten (ERUs) – zur Trinkwasserversorgung und Seuchenvorsorge, die innerhalb von 72 Stunden in ein Katastrophengebiet eingeflogen werden können. Bis zu 40.000 Menschen bekommen damit täglich Trinkwasser.

Marcus Janßen, JRK-Bundesleiter, freute sich über die „Leidenschaft und Energie, mit der Kinder sich für die Themen der Klimahelfer-Kampagne engagieren“ und appellierte an alle JRKler, ein Zeichen gegen die Folgen des Klimawandels und für unsere Gesundheit zu setzen, indem sie selbst Brunnen installieren und damit den Zugang zu Trinkwasser für alle sicherstellen.


Gabriele Debatin

Erster Trinkbrunnen im Saarland

Am 19. Oktober 2013 hat das Jugendrotkreuz zusammen mit Gästen, Partnern und Unterstützern einen Trinkbrunnen in Dillingen in Betrieb genommen. Schau Dir hier das Video dazu an!

Wasser ist Leben

Ein Mensch kann nur einige Tage ohne Wasser überleben. Wie viele Tage genau, hängt von vielen Faktoren ab: von der Umgebungstemperatur, Luftfeuchtigkeit, der körperlichen Aktivität, vom Alter und dem Gesundheitszustand.

Ein junger, gesunder Mensch kann ohne Flüssigkeit ungefähr drei bis vier Tage durchhalten. Bei Erdbeben-Opfern oder verschütteten Bergleuten sind auch zwölf Tage schon vorgekommen, während bei hohen Temperaturen in Wüstenlandschaften schon mehrere Stunden ohne Flüssigkeit zum Verdursten führen können. Wenn ein Mensch verdurstet, ist die eigentliche Todesursache eine innere Vergiftung oder ein Kreislaufzusammenbruch.

JRK vor Ort

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