Vorstellung: Matthias Ruhl

Kandidat für die Stelle des stellvertretenden Bundesleiters: Matthias Ruhl

Hallo Ihr Lieben,

ich bin Matthias Ruhl, noch 36 Jahre. Ich werde aber dieses Jahr die 37 beschreiten. Vor Beruf und sozialem Engagement bin ich stolzer Familienvater von drei Kindern. Meine Heimat liegt im schönen Oberschwaben, zwischen Ulm und Biberach.


Ja, wie komme ich zum Jugendrotkreuz?

Eigentlich war ich absoluter Quereinsteiger im DRK. Ich habe 1999 meinen Jugendleiter im Technischen Hilfswerk absolviert. 2003 bin ich zum DRK gekommen und sah es in unserer Ortsgruppe für notwendig, eine Jugendgruppe zu etablieren. Zu meiner Ortsgruppenleitung war ich auch in der Einführung des Schulsanitätsdienstes im Kreis beteiligt. So bekam ich auch das Vertrauen im Kreis für den Vorsitz des Kreisausschusses, welchen ich 10 Jahre im Jugendrotkreuz begleitet habe. Meine Stärken hier lagen in der Organisation, der strategischen Ausrichtung und Stärkung der Gruppenleiter und Ortsgruppen.

Im Landesverband Baden-Württemberg hatte ich meine Anfänge in der Ideenwerkstatt Internationales. Ich bin bis heute immer gern ein Teil bei der Planung und Ausführungen von Großveranstaltungen auf Landesebene. Die Interessen des Jugendrotkreuzes vertrete ich seit 2014 im Fachausschuss Ehrenamt auf Landesebene.

Mit 2014 war ich Teil der Projektgruppe Buntstifter auf Landesebene und mein  Interesse an Vielfalt und Inklusion wuchs. Nach den Schulungen für Buntstifter war ich sehr lange in Gedanken - Wie ich selber auf Landes- und Kreisebene etwas übermitteln soll, was ich nur von Gesprächen und Schulungen mitgenommen habe? Heute kann ich zurückblicken und von eigenen Gefühlen, Erfahrungen und menschlichen Zurückweisungen sprechen, was Inklusion anbelangt. So entschied ich mich dafür, mich selbst 180 Tage in einen Rollstuhl zu setzen. Als ich mein Projekt beschlossen habe, war ich mir keineswegs bewusst über die Konsequenz, die Dauer und die Belastungen - egal ob körperlich oder seelisch. Mein Privatleben und das Verbandsleben konsequent im Rollstuhl zu verbringen, brachte für Familie, Freunde, Bekannte und den Verband hohe Belastungen. Dennoch bereue ich keinen dieser 180 Tage im Rollstuhl.

Ich habe mich sehr gefreut, das Projekt Buntstifter und das Thema Inklusion mit meinen Erfahrungen aus der Flüchtlingsarbeit und dem Projekt 180 Tage Rollstuhl bereichern zu können. Doch ich denke, dass wir mit den Ergebnissen der Buntstifter nicht am Ende sind, sondern einen wundervollen Anfang für Inklusion im Jugendrotkreuz gemacht haben.

Mitte 2015 haben wir beschlossen, unsere Familie noch etwas zu vergrößern. Mit der wachsenden Anzahl von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen fühlten wir uns in der Pflicht, nicht nur in der Flüchtlingsarbeit zu unterstützen, sondern haben selbst zwei junge Afrikaner aus Gambia und Guinea bei uns aufgenommen. Bis heute haben wir 5 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein vorübergehendes Zuhause gegeben. Einer unserer ersten Jungs, der dieses Jahr seine Ausbildung beginnt, ist heute fester Bestandteil unserer Familie. Trotz selbständigem Leben außerhalb der Familie ist er bei uns immer gern gesehen und willkommen.

Ich engagiere mich gern für und mit Kindern und Jugendlichen und freue mich jedes Mal, trotz meines Alters gut anzukommen. Ich begeistere mit meinen Projekten und Erfahrungen und wecke Interesse für die Begeisterung in der Arbeit, die ich selbst in mir trage.

Als Teil einer tollen Kampagnen-AG haben wir in einem ungewissen Entstehungsprozess eine tolle Kampagne für die nächsten 3 Jahre an den Start gebracht.

Das bin ich, mein Leben und die Entwicklung im Verband. Ich würde gerne die Entwicklung und die Fortschreitung unserer Jugendarbeit für über 140.000 JRK´ler als ein Teil der Bundesleitung die nächsten 4 Jahre begleiten.

JRK vor Ort

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