Vorstellung: Marcus Janßen

Kandidat für die Stelle des Bundesleiter: Marcus Janßen

Liebe Jugendrotkreuzlerin, lieber Jugendrotkreuzler,

am 1. Oktober bewerbe ich mich bei der JRK-Bundeskonferenz in Saarbrücken darum, für vier weitere Jahre Bundesleiter des Deutschen Jugendrotkreuzes sein zu dürfen. Grund genug also, mich euch vorzustellen:

Wer ist Marcus Janßen?

Zugegeben, mit meinen 37 Jahren bin ich – auch bei großzügiger Auslegung – dem jugendlichen Alter bereits etwas entwachsen. Trotzdem bezeichne ich mich als „Kind“ des JRK, bin ich schließlich in diesem Jugendverband „groß“ geworden. Dazu gekommen bin ich 1989, als ein Schulfreund mich einfach mal zu einer Gruppenstunde mitgenommen hat. Das hat mir so gut gefallen, dass ich sozusagen „kleben geblieben“ bin – als Gruppenmitglied, später dann –leiter, Teamer auf Landesebene, Landesleitung und in der Bundesleitung, seit 2013 als Bundesleiter. Ach ja, regional gesehen ist „zu Hause“ das Rheinland, geboren und aufgewachsen bin ich in Krefeld (LV Nordrhein).

Beruflich habe ich eine Ausbildung zum Bankkaufmann gemacht und dann BWL sowie Wirtschaftsrecht studiert – nach mehreren Stationen, die mich u.a. 8 Jahre in das schöne Bayern geführt hatten, bin ich seit letztem Jahr in Hamburg angekommen und führe als hauptamtlicher Vorstand einen kleinen regionalen Branchenverband. Leidenschaftlich gerne kümmere ich mich dort um die berufliche Bildung von Auszubildenden, Fach- und Führungskräften.

Die Zeit, die mir neben meinem Job und dem Ehrenamt im JRK bleibt, nutze ich, um meine neue Heimat, den hohen Norden, kennenzulernen, und verbringe sie gerne mit Freunden und der Familie, zum Beispiel bei gutem Essen und Trinken, obwohl - das ist ein wenig blöd - ich nicht so furchtbar gerne koche… Wann immer es möglich ist, gehe ich auch gerne auf Reisen – die letzte „große“ führte mich mit meinem besten Freund nach Neuseeland!

Warum kandidiere ich für die Bundesleitung?

Hierzu muss ich ein wenig ausholen:

Noch bei der Bundeskonferenz im Herbst 2016 hatte ich gesagt, dass ich nicht noch einmal kandidieren wollte. Die Aussage war „damals“ auch völlig richtig! Es gab eine JRKlerin, die Interesse angemeldet hatte, als Bundesleiterin Verantwortung für das JRK übernehmen zu wollen. Das JRK war auf Bundesebene – im Ehren- wie im Hauptamt – gut geordnet und für mich fühlte es sich richtig an, den Jugendverband in jüngere Hände zu geben und mich selber um andere Dinge zu kümmern, schließlich hatte ich gerade privat wie beruflich eine neue Heimat gefunden. Mir war während meiner gesamten Zeit in der Bundesleitung wichtig, den „richtigen“ Zeitpunkt für meinen Abschied zu finden und dabei mit dafür Sorge zu tragen, dass der JRK-Bundesverband im ruhigen Fahrwasser an bereit stehende Nachfolger übergeben wird – beides schien gegeben! Nun haben sich die Dinge zum Ende des Jahres 2016 jedoch anders entwickelt: Die Kandidatin zog ihre Kandidatur zurück, viele Kolleginnen in der JRK-Bundesgeschäftsstelle verließen das JRK, wir bekamen eine neue Bundesreferentin und auch der gesamte Bundesverband war / ist im Wandel. In dieser Situation verspürte ich eine besondere Verantwortung dafür, für den JRK-Bundesverband eine Perspektive aufzuzeigen, welche eine gewisse Kontinuität, aber auch Aufbruch bieten kann. Dazu braucht es nach meiner Überzeugung einer Bundesleiterin bzw. einem Bundesleiter, die / der mt den Strukturen bereits ein wenig vertraut ist. Zunächst hatte ich mich daher vor allem mit den bereits bekannten Kandidatinnen und Kandidaten sowie meinen Kolleginnen und Kollegen in der aktuellen Bundesleitung eng ausgetauscht. Nachdem aus diesem Kreis niemand als Bundesleiterin bzw. Bundesleiter kandidieren wollte, sondern mich darin bestärkte, mich in dieser veränderten Situation doch noch einmal zu bewerben, habe ich mich zur erneuten Kandidatur entschieden – und mir diese Entscheidung echt nicht leicht gemacht! Ausschlaggebend war für mich das Vertrauen der Kolleginnen und Kollegen, für das ich sehr dankbar bin! Mit jeder / jedem Einzelnen kann ich es mir sehr gut vorstellen, das JRK auf der Bundesebene in den nächsten Jahren zu gestalten und weiter voranzubringen! Ich habe große Lust darauf, noch einmal JRK-Bundesleiter zu werden und damit weiter Verantwortung für diesen tollen Jugendverband zu tragen!

Was ich als Bundesleiter in den nächsten Jahren bewegen möchte?

Ich möchte meinen Teil dazu beitragen, dass sich eine neue Bundesleitung bilden und ihre Ideen umsetzen kann. Dazu bringe ich Erfahrungen aus 18 Jahren aktiver Landes- und Bundesleitungsarbeit genauso mit wie meine gute Vernetzung innerhalb der Gremien und Organe des DRK. Ich möchte mit dafür Sorge tragen, dass das JRK starker und eigenverantwortlicher Jugendverband des DRK bleibt, dafür auf gute strukturelle Rahmenbedingungen zurückgreifen kann und seine Stimme Gehör findet. Gemeinsam mit den anderen Gemeinschaften dem Ehrenamt im Roten Kreuz eine starke Stimme zu geben, war und ist nach meiner Überzeugung die gemeinsame Verantwortung aller Leitungen. Hier haben wir mit den Bereitschaften, der Wasser- und Bergwacht sowie der Wohlfahrts- und Sozialarbeit in den letzten Jahren eine Menge erreicht, was ich fortführen möchte. Und innerhalb des Jugendverbandes muss der Bundesverband seine Dienstleistungs- und Koordinierungsfunktionen konsequent an den Bedürfnissen der Landesverbände ausrichten – ich glaube, dass wir hier bereits eine ganze Menge tun, aber natürlich gemeinsam noch besser werden können. Auf die diesbezüglich kürzlich begonnene Diskussion, ggf. auch über die Strukturen des JRK, freue ich mich, da ich es für das Recht und die Pflicht einer jeden „JRK-Generation“ halte, immer wieder neu darüber nachzudenken.

Ich glaube fest daran, in einem Bundesleitungsteam mit JRKlern mit ganz unterschiedlichen Erfahrungshintergründen einen wertvollen Beitrag leisten zu können, und bitte daher unsere 140.000 Mitglieder, vertreten durch die Delegierten der JRK-Bundeskonferenz, am 1. Oktober in Saarbrücken um ihr Vertrauen für die nächsten vier Jahre!

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