Die Bundesleitung blickt zurück: Thomas Grochtdreis

Im September 2017 endet die Amtsperiode der aktuellen JRK-Bundesleitung. Damit sich Interessenten für dieses Amt ein genaueres Bild machen können, hat die Findungskommission Marcus, Mandy, Thomas, Mathias und Uli gebeten, einen kleinen Einblick in ihre Arbeit der letzten nun beinahe vier Jahre zu gewähren. Nach Uli Bertrams und Mandy Merker meldet sich nun Euer stellvertretende Bundesleiter Thomas Grochtdreis zu Wort und gewährt einen kleinen Blick in sein Leben auf Bundesebene:

Seit nunmehr beinahe acht Jahren bin ich gewählter Teil der ehrenamtlichen Leitung des Deutschen Jugendrotkreuzes auf Bundesebene. In dieser Zeit hat sich im Jugendrotkreuz und im Deutschen Roten Kreuz sehr viel verändert, verbessert und es wurde sehr viel Neues geschaffen. Ich bin stolz ein Teil dieser vielen Prozesse gewesen zu sein und meinen Teil dazu beigetragen zu haben.

Nachdem ich im Jahr 2008 für ein Studium von Baden-Württemberg nach Bremen zog und ich meine JRK-Tätigkeiten im Ortsverein, im Kreisverband und im Landesverband nicht mehr oder nur noch eingeschränkt ausfüllen konnte, entschied ich mich für den Posten eines stellvertretenden Bundesleiters des Jugendrotkreuzes zu bewerben. Natürlich war es für mich ein Einschnitt, nicht mehr für meine Freunde und Kollegen vor Ort da zu sein, jedoch war es dann nur konsequent mein Engagement im Deutschen Roten Kreuz an anderer Stelle einzubringen.

Als stellvertretender JRK-Bundesleiter habe ich sehr viele Jugendrotkreuzler*innen kennenlernen dürfen, mit ihnen diskutieren und streiten dürfen, aber auch mit ihnen sehr viel Spaß haben dürfen. Ich konnte einige Veranstaltungen der JRK-Landesverbände besuchen und habe die wirklich tolle Arbeit vor Ort erlebt. Ich konnte aber auch neben den vielen Bundeskonferenzen, Länderräten und den Arbeitsgruppensitzungen auch viele schöne Abende in wirklich spannenden Städten erleben. Auch wenn ich mittlerweile nicht mehr zähle, wie oft ich schon in Berlin war, entdecke ich immer wieder neue Ecken unserer Hauptstadt. Mein Geheimtipp ist die Kneipe Trinkteufel am Kottbusser Tor, in die ich die AG JRK und Schule irgendwann mal „entführt“ habe.

In den Jahren als stellvertretender JRK-Bundesleiter habe ich an sehr vielen für das Deutsche Rote Kreuz relevanten Gremien mitgewirkt. So war ich unter anderem Vertreter des Jugendrotkreuzes bei den Bundesausschüssen der Wohlfahrts- und Sozialarbeit, ich war Mitglied bei der Steuerungsgruppe für interkulturelle Öffnung im Deutschen Roten Kreuz und an der Überarbeitung bzw. Erstellung der Ordnung für Belobigungen, Beschwerde und Disziplinarverfahren der Gemeinschaften sowie der DRK-Standards zum Schutz vor sexualisierter Gewalt gegen Kinder, Jugendliche und Menschen mit Behinderungen in den Gemeinschaften, Einrichtungen, Angeboten und Diensten des DRK beteiligt.

Ich durfte in meiner Amtszeit schon mit der damaligen Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Kristina Schröder sprechen und hatte auch schon einen Pressetermin vor laufenden Kameras gemeinsam mit dem DRK-Präsident Rudolf Seiters, dem damaligen Bundesminister für Gesundheit Philip Rösler und meinen Kolleg*innen der JRK-Bundesleitung bei einer Sonder-Blutspendenaktion vor dem Deutschen Bundestag. Und beim zentralen Festakt des Jubiläumsjahres zum 150. Geburtstag des Roten Kreuzes in Stuttgart durfte ich sogar der Festrede des damaligen Bundespräsidenten Joachim Gauck zuhören.

Mein Höhepunkt meiner Amtszeit war jedoch, dass ich den Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert als Präsident des 1. Jugendparlamentes des Jugendrotkreuzes im Anhörungssaal des Marie-Elisabeth-Lüdders-Hauses vertreten durfte. Es war wirklich beeindruckend, als etwa 80 Jugendliche des Jugendrotkreuzes über die Zukunft des Rettungsdienstes im Rahmen der medizinischen Versorgung in ländlichen Gebieten diskutierten.

Während meiner Zeit als Student an den Universitäten Bremen und Maastricht konnte ich mein Amt als stellvertretender Bundesleiter des Jugendrotkreuzes immer flexibel ausfüllen. Es gab jedoch auch eine Zeit nach meinem Studium, in der ich mein ehrenamtliches Engagement reduzieren musste. Der einzige Grund, dass ich damals von meinem Amit nicht zurückgetreten bin, waren meine Kolleg*innen, die mir Mut gemacht haben und Aufgaben im Rahmen des Amtes abgenommen haben. Hierfür bin ich meinen Kolleg*innen nach wie vor sehr dankbar!

Der neuen JRK-Bundesleitung wünsche ich viel Erfolg! Ich hoffe, dass ihr ganz persönlich euer Ehrenamt mit eurem Privatleben und eurem Beruf oder Studium gut in Einklang bringen könnt. Nehmt euch in der Bundesleitung zu Beginn genügend Zeit, um eure Arbeitsweise festzulegen und eure Schwerpunkte im Amt festzulegen. Außerdem wünsche ich der neuen Bundesleitung tolle Landesverbände an ihrer Seite, denn ohne sie wird eure Arbeit mühselig. Zu guter Letzt wünsche ich euch wirklich viel Spaß und tolle Erlebnis an der Spitze dieses wirklich tollen Jugendverbandes des Deutschen Roten Kreuzes.

JRK vor Ort

Das Jugendrotkreuz gibt es auch in Deiner Nähe.

Mehr erfahren
Folgt uns auf:
Facebookyoutube