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Die Stadt der vielen Innenhöfe - "Do bin i Dahoam"

Der Ort ist Programm beim diesjährigen 14. JRK-Bundeswettbewerb der Stufe III. Am frühen Samstagmorgen starte ich nach Straubing. Die Stadt, in der es eigentlich nie regnet - so wird gesagt - stand unter Dauerregen. Wegen des Regens stieg ich am Bahnhof in ein Taxi und keine 100 m weiter fuhren wir an einem Fahrradunfall vorbei. `Aha` dachte ich - die erste EH-Station - Straubing ist also in JRK-Bundeswettbewerb-Hand!

Am Johannes-Turmair-Gymnasium angekommen wurde mir klar, dass ein Großteil der in der Innenstadt geplanten Stationen wegen des Wetters in die Schule verlegt werden musste. Der Fahrradunfall war also keine "Attrappe", sondern bittere Realität.

Am Fahrradunterstand der Schule geht es konzentriert zu. Fünf Schwerverletzte müssen schnell und kompetent versorgt werden. Bei dem (simulierten) Autounfall - ausgelöst durch einen Hund - flog u. a. ein Insasse durch die Frontscheibe und musste reanimiert werden. Jannyck, 15 Jahre alt, ist der Mime. Ich frage ihn, was ihm an seiner Mimen-Rolle gefällt. "Mich fasziniert, wie in kürzester Zeit realistische Wunden geschminkt werden können." Jannyck sei mit dem "Schminken" groß geworden, denn seine Mutter ist Sanitäterin und Schminkerin.

Ich möchte den in der Innenstadt aufgebauten Innhof-Parcours besuchen. Den Shuttle habe ich verpasst. Klaus Müller, Einsatzleiter Rettungsdienst, bietet seinen Fahrdienst an. Auf dem Weg ins Altstadtzentrum erfahre ich, dass Klaus Müller seit 40 Jahren im DRK aktiv ist. Stolz berichtet er davon, Gründungsmitglied der JRK-Ortsgruppe Hundertdorf gewesen zu sein. "Das Gen zu helfen steckt in mir", so Klaus Müller auf meine Frage, was der Grund für sein jahrzehntelanges Engagement ist. "Mit der Gründung der JRK-Ortsgruppe ging es uns darum, nicht nur zukünftige Sanitäter auszubilden, sondern junge Menschen darüber hinaus für andere Themen zu interessieren.

Rund um den 700jährigen Stadtturm - dem Wahrzeichen Straubings - suche ich die Stationen auf. Zuerst lande ich im Rathaussaal bei einer der Freizeitstationen. Jennifer, Natalie und Jenny - die Standbetreuerinnen haben jetzt Freizeit. Als Erzieherinnen der DRK-Kindergrippe "Bogen" sind sie zum ersten Mal bei einem JRK-Wettbewerb dabei.

Im Kino Citydome werden TV-Spots gedreht. Die Filmcrews haben 13 min Zeit, ein Drehbuch für einen JRK-Werbefilm zu entwickeln. Ich komme mit Ilka Debler, 35 Jahre alte JRK-Gruppenleiterin, ins Gespräch. Seit 20 Jahren im JRK engagiert ist sie eine Verfechterin gemeinschaftsübergreifender Jugendverbandsarbeit. "Meine Gruppenkinder - im Alter ab zwei bis drei Jahren - sollen doch die Möglichkeit erhalten herauszufinden, für welchen Bereich sie sich interessieren - für die Wasserrettung oder doch eher in der sozialen Betreuung."

Ausgerechnet deine JRK-Gruppe wurde vom "Straubiger Tagblatt" ausgewählt, um eine Seite dieser Tageszeitung zu füllen. Die Aufgabe lautet: Warum ist meine JRK-Gruppe vielfältig; was macht unsere Gruppe vielfältig? Intensiv wird in der Gruppe diskutiert. Jetzt müssen die Ideen noch schnell auf das Blatt geschrieben werden. Vom Regenwetter ließen sich die BuWett-Teilnehmer*innen jedenfalls nicht die Stimmung verderben.

 Ines Große, JRK-Bundesreferentin

 
Text: am 20.09.2016 15:22 Kommentar hinzufügen
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